Projekte
Neophytenbekämpfung im Knonauer Amt
Die
Neophyten-Saison ist im vollen Gange und zwei Gruppen sind im gesamten Knonauer Amt auf verschiedenen Flächen eifrig die Goldruten- und Berufskrautbestände am Minimieren. Dabei kommen wertvolle Riedflächen entlang der Reuss wie die Lunner Allmend und Bibelaas zum Zuge, welche Orchideen wie z.B. die Langspornige Handwurz enthalten. Oftmals steigt einem dabei der wohlige Geruch der Wasserminze in die Nase. Auch die Kiesgrube Mülibach, die mit ihren nährstoffarmen Ruderalflächen einen Platz für viele seltene Pflanzen- und Tierarten aufweist, werden von den invasiven Neophyten befreit. (30. Juli 2010)Weidenzaun am Dietiker Limmatufer
Am Dietiker Limmatufer errichtete das Naturnetz Team einen Weidenflechtzaun. Dafür wurden Weidenhölzer, die bei einem Pflegeeingriff in der Kiesgrube Mülibach in Ottenbach anfielen, verwendet. Aus den armdicken, geraden Stämmchen spitzten wir mit der Kettensäge meterlange Pfosten zu. Mit Hilfe von Locheisen und Vorschlaghammer trieben die Zivis im Abstand von ca. 60 cm diese Weidenpfosten schwungvoll ins Limmatufer. Die dünneren, biegsamen Weidenruten wurden dann zwischen die Pfosten geflochten um ein möglichst dichtes Geflecht zu erzielen. Nur so kann der Flechtzaun die nötige Stabilität erlangen. Mit diesem Weidenzaun soll verhindert werden, dass Hunde in der Limmat baden gehen und das gegenüberliegende Ufer, im Naturschutzgebiet Geroldswiler Auen, erreichen. Dort brütet der seltene Eisvogel, der zur Brutzeit sehr empfindlich auf Störungen reagiert. Diese attraktive Vogelart gräbt ihre Brutröhre in Steilufer entlang von Flüssen und ernährt sich von kleinen Fischen die sie in spektakulärem Stosstauchen erbeutet. (1. Juli 2010)Weiden Entbuschung bei Stallikon
Im Reppischtal bei Stallikon befreite ein Naturnetzteam im Februar 2010 eine Weide vor zu starker Verbuschung. Mit grossem Einsatz von Motorsensen und Kettensägen rodeten wir Brombeerflächen und Schwarzdornbestände. Junge Eschen wurden gefällt und zerlegt. Die grossen Mengen an Grüngut die anfielen wurden an Ort und Stelle verbrannt. Diese Feuer ermöglichten es uns trotz Schnee und klirrender Kälte draussen zu essen und zu grillieren. Bei zu starker Verbuschung verliert eine Weide viel von ihrer Artenvielfalt und ihrem ökologischen Wert. Eine leichte Durchsetzung mit dornenreichen Sträuchern und weiteren Strukturen bringt hingegen eine Erhöhung der Biodiversität. Deshalb wurden einzelne seltene, dornige Sträucher wie Rosen, Weissdorne und Schwarzdorne stehen gelassen und freigestellt. Mit einer gezielten Beweidung und spezifischer Weidepflege wird nun versucht eine erneute Verbuschung zu bremsen. (1. Juli 2010)Wacholder Pflanzung in den Thurauen
In den Flaacher Thurauen wurden im vergangenen März mehrere hundert Wacholder Sträucher angepflanzt. Die Pflanzung ist Bestandteil der Aufwertung des lichten Waldes in den Thurauen. Die Jungpflanzen wurden von einheimischen Mutterpflanzen aus den Thurauen gezüchtet. Als typische Lichtholzart kommt der Wacholder vor allem in lichten, trockenen Wäldern vor. Der Wacholder wächst entweder als aufrechter bis kriechender Strauch oder als kleiner Baum und kann einige hundert Jahre alt werden. Wacholder können auch Heiden bilden, die seltenen lichtliebenden Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. Schmetterlinge und Orchideen, wertvolle Lebensräume bieten (6. Mai 2010).Hochmoorpflege in Rifferswil
Panzersperre Stadel
Eisvogelwand Thurauen
Heckenpflanzung in Trüllikon
Unterwassermahd in Flaach schafft Leben
Kiesgrube Schneggen, Glattfelden

Während zwei Tagen war eine Gruppe von Zivis damit beschäftigt, eine Kiesgrube in der Gemeinde Glattfelden von Gehölzen zu befreien. Die kleine Kiesgrube war völlig von Waldreben, Brombeeren und Sträuchern überwachsen. Diese beschatteten die offenen Kiesflächen zu stark, so dass der Lebensraum für seltene, licht- und wärmebedürftige Arten verloren ging. Mit Pickeln und Astscheren entbuschten die Zivis die gesamte Kiesgrube. Nicht immer war das einfach: An den meisten Stellen war das steile Gelände äusserst rutschig und immer etwas in Bewegung. So kamen stellenweise sogar die Kletter- und Abseilkünste eines Zivis zum Einsatz! (10. September 2009) Neophytenbekämpfung Flughafen

Im Juli 2009 war eine Zivigruppe auf dem Gelände des Flughafens Zürich-Kloten tätig: Auf den ausgedehnten Naturschutzflächen, vor allem extensiv genutzte Wiesen, stand die Bekämpfung der Goldruten im Vordergrund. Die Wiesenflächen auf dem Flughafengelände sind äusserst wertvolle Naturschutzflächen und sind beispielsweise Lebensraum für gefährdete Bodenbrüter wie die Feldlerche oder die Grauammer. Für diese Vogelarten ist der Schutz vor Störungen, wie Hunde, Spaziergänger oder Bikern, sehr wichtig. Und an das Dröhnen der Flugzeugmotoren haben sie sich offensichtlich gewöhnt. Auch wir haben noch selten an einem so lauten Ort gearbeitet. Dafür war der Duft der weiten Welt zu riechen - aber selbstverständlich erst nachdem wir die rigorosen und aufwändigen Sicherheitskontrollen überwunden hatten! (20. August 2009)Relaunch naturschutz.ch
Seit Anfang Jahr führt das Naturnetz die Geschäftsstelle von naturschutz.ch. Der Verein naturschutz.ch wird von den grossen Naturschutzorganisationen der Schweiz getragen und ist für die gleichnamige Website verantwortlich. Die Website naturschutz.ch, das grösste Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz, wurde Mitte Mai mit einem überarbeiteten Layout sowie einer verbesserten Struktur neu lanciert. Sie bietet tagesaktuelle Informationen aus dem Natur- und Umweltschutzbereich, interessante Jobangebote und unzählige Mitmachmöglichkeiten. Interessierte können den im Zwei-Wochen-Rhythmus erscheinenden Newsletter gratis abonnieren. Besuchen Sie uns doch auf www.naturschutz.ch (15. Mai 2009)
Pflanzung einer Obstbaumallee im Kloster Fahr
Im April 2009 pflanzte das Naturnetz-Team zusammen mit den Klosterfrauen auf dem extensiv bewirtschafteten Gebiet des Kloster Fahr zwei Hochstammobstbaum- und eine Nussbaumallee.
Die Nussbaumallee erstreckt sich vom Meierhof aufwärts der Strasse entlang und besteht aus 13 Nussbäumen verschiedener alter Sorten. Eine Apfelbaumreihe von 20 Bäumen wurde als Verlängerung einer bestehenden Hochstammbaumreihe gepflanzt, während wir die Lücken in der bestehenden Baumreihe mit alten Birnbaumsorten ergänzten. Die dritte Allee pflanzten wir entlang der Strasse zwischen Meierhof und dem Kloster. Sie besteht aus 12 Zwetschgenbäumen und stellt die Neupflanzung einer historisch belegten Baumreihe dar. Nachdem wir am Vortag alles vorbereitet hatten, stand der Pflanzaktion nichts mehr im Wege: die Zivis pflanzten zusammen mit den Klosterfrauen die Bäume, während Vertreter von lokalen Medien den feierlichen Anlass dokumentierten.
Das Ziel der Alleenpflanzung ist neben der ökologischen und ästhetischen Aufwertung sowie der Vernetzung der Landschaft auch die neue Nutzungsmöglichkeit der Fruchterträge für die Klosterfrauen. (28. April 2009)
Kloster Fahr: Bau einer Trockenmauer
Im Januar 2009 erstellten wir auf dem Gebiet des Kloster Fahrs eine kleine Trockenmauer. Bevor mit dem eigentlichen Mauerbau begonnen wurde, musste eine steile Böschung abgegraben und das Fundament gut eingekiest und verfestigt werden. Danach konnte die Trockenmauer Schicht um Schicht aufgebaut werden. Besondere Achtung galt den Fugen: Insbesondere im Bodenbereich wurde hin und wieder eine etwas grössere Fuge ausgespart, um Unterschlüpfe für Tiere zu schaffen.
Ziel des Trockenmauerbaus ist die Förderung der Zauneidechse und anderen Tieren. Eine kleine Zauneidechsenpopulation besiedelt bereits das Gebiet. Für diese Art wird die neue Trockenmauer sicher ein Gewinn sein: Die Trockenmauer bietet den Reptilien nicht nur sichere Versteck- und Jagdmöglichkeiten, sondern auch Plätze für die Thermoregulation. Als wechselwarmes Tier ist die Körpertemperatur der Zauneidechse von der Umgebungstemperatur abhängig. Morgens muss die Zauneidechse sich deshalb von der Sonne zuerst auf «Betriebstemperatur» aufwärmen lassen, während sie sich in den heissesten Mittagsstunden in den kühlen Schatten zurückzieht.
(17. Februar 2009)
Regensdorf: Artenschutz Geburtshelferkröte
Ende 2008 und im Januar 2009 schuf das Naturnetz in einer kleinen, aufgelassenen Kiesgrube einen neuen Weiher, entbuschte die kiesigen Steilwände und erstellte Unterschlüpfe für die Geburtshelferkröte. Die Geburtshelferkröte erhielt ihren Namen wegen dem fürsorglichen väterlichen Verhalten bei der Brutpflege: Gleich nach der Paarung übernimmt das Männchen vom Weibchen die Laichschnüre und trägt diese - um die Hinterbeine gewickelt - so lange aus, bis die Kaulquappen schlüpfbereit sind. Erst dann wandert das Männchen zum Wasser und die Jungen können schlüpfen. In der Schweiz ist die Geburtshelferkröte auch unter dem Namen Glögglifrosch bekannt. Grund dafür sind die weichen, glockenähnlichen Werberufe der Männchen. Zur Stützung des kleinen Bestandes (die Geburtshelferkröte ist in der Schweiz stark gefährdet) hat das Naturnetz ein neues Laichgewässer angelegt und Kleinstrukturen geschaffen. Die Kleinstrukturen aus Holz, Steinen und Wurzelstöcken dienen den Amphibien als Unterschlüpfe.
Das Projekt wurde vom Verein Hot Spots durchgeführt, mit Unterstützung der Gemeinde Regensdorf, von lokalen Naturschutzorganisationen und Stiftungen. (17. Januar 2009)
Mettmenstetten: Ried Entbuschen
An vier Tagen hat das Naturnetz-Team im Knonauer Amt gearbeitet. Im Haltenrain in Mettmenstetten retteten die Zivis verbuschendes Riedland vor dem endgültigen Zuwachsen. In den letzten Jahren hat sich der Waldrand immer stärker Richtung Ried ausgebreitet und beschattete die wertvolle Riedvegetation. Durch den Einsatz mit Motorsäge und Pickel konnten die Bäume gerodet und die Wurzeln ausgegraben werden. Trotz Einsatz von Maschinen war aber - wie auf dem Foto zu sehen - immer noch viel anstrengende Handarbeit zu leisten. Doch die strenge Arbeit hat sich gelohnt: Meterhoch türmten sich am Schluss die zum Abtransport bereitstehenden Asthaufen! (17. Dezember 2008)
Bachs: Lichter Wald
Während drei Wochen waren Zivis im Bachsertal im Einsatz: Im Rahmen der Förderung von lichten Wäldern des Kantons haben sie entbuscht, selektiv Gehölze entfernt und stellenweise das Laub abgeführt. Ziel der Arbeit war es, Arten zu fördern, welche auf viel Licht und wenig Nährstoffe angewiesen sind.
Das Laub wurde mit einem Laubbläser den steilen Hang runtergeblasen. So kamen innert kürzester Zeit riesige Laubberge zusammen. Dank dem Entfernen der Laubschicht dringt das Sonnenlicht jetzt bis auf den Boden und ermöglicht die Keimung von lichtbedürftigen Pflanzenarten. (27. November 2008)
Oerlinger Ried: Teich ausmähen
Im Oerlinger Ried, einem wichtigen Feuchtgebiet im Weinland, wurde Mitte Oktober ein grosser Teich ausgemäht. Durch das Entfernen der Wasserpflanzen - hauptsächlich Schilf - mit dem Unterwassermäher bleibt die offene Wasserfläche erhalten und eine Nährstoffakkumulation wird vermieden. Der Zwergtaucher, eine seltene Vogelart, würde ohne diese jährliche Massnahme aus dem Gebiet verschwinden. Er taucht nach Wasserinsekten und ist deshalb auf eine freie Wasseroberfläche angewiesen. Auch für rastende Zugvögel wie die Bekassine (von der wir sogar eine während der Arbeit beobachten konnten!) stellt das Mähen eine Verbesserung dar: Die Bekassine stochert nämlich im Schlamm nach Würmern. (15. Oktober 2008)
Zürich: Riedwiese mähen
Ende September waren wir für einige Tage in der Stadt Zürich tätig: Ein Hangried beim Wehrenbach musste gemäht, das Schnittgut gerecht und abgeführt werden. Wegen dem steilen und nassen Terrain war viel Handarbeit gefragt. Nur durch die jährliche Herbstmahd können solche Riedwiesen vor der Verbuschung bewahrt und als Lebensraum für seltene Orchideen, Schmetterlinge und Heuschrecken erhalten werden. (10. Oktober 2008)


